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Weihnachtstheater 2016 der Jugendkirche Luca – Die Abenteuer des Tom Sawyer

Wieder einmal startete einen Tag vor Weihnachten um 23 Uhr der jährliche Weihnachtszauber in der Jugendkirche Luca. – Ein Theaterstück welches von den Jugendlichen organisiert, geplant und aufgeführt wird. Als Leitfaden wurde dieses mal die bekannte Geschichte „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ von Mark Twain genommen, welche von den aufregenden Abenteuern von Tom und Huck erzählt, die sie in der kleinen, nah am Mississippi gelegenen Stadt St. Petersburg erleben. Auch ich bin im Luca-Team und war mit drei guten Kollegen Leo LintzenDavid Kröger und Martin Kordes vom MK Stage Service, der uns immer tatkräftig bei der Umsetzung unterstützt, für die technische Seite und damit vor allem für die Beleuchtung der Bühne zuständig. Wie jedes Jahr wurde das gesamte Stück wieder von der Band „Tuestage“ Musikalisch begleitet, welche immer wieder für Begeisterung sorgt.

Aber von Anfang…

Begonnen hat alles Anfang Oktober, als wir die ersten Ideen und Vorschläge sammelten, wie man das Stück am Kreativsten und besten umsetzen könnte. Schnell stellte sich heraus, dass es dieses mal keine Bild oder Videoeinspielungen mehr geben sollte, wie es beim letzten mal der Fall war. Die Idee, nur anhand von Licht und Ton eine farbenfrohe, realistische und als solche erkennbare Kulisse schaffen. Das stellte uns wiederum vor die Herausforderung, dass wir irgendwie Tiefe mit in den Raum bringen mussten. Letztendlich lösten wir das, in dem wir jeweils rechts und links neben der circa sechs Meter breiten und vier Meter tiefen Bühne ein Wind-up aufbauten. Dieses Wind-up bestückten wir mit jeweils zwei 1000W Stufenlinsen und vier LED Par64 Kannen, um damit die oben erwähnte Tiefe und Kulisse zu schaffen.

Wir wollten gerne für die Frontbeleuchtung ebenfalls Stufenlinsen einsetzen um eine flächendeckende Beleuchtung zu erzielen. Auch hier mussten wir eine Lösung finden, da die vorhandene Traverse an der Decke deutlich zu weit weg war. Glücklicherweise boten sich hierfür die im Saal vorhandenen Deckenstützpfeiler extrem gut an, sodass wir eine vier Meter lange Traverse hochkant an beide Pfeiler stellten und diese mit mehreren Sicherungen an dem Pfeiler fixierten. Bestückt waren diese dann mit auch jeweils zwei 1000W Stufenlinsen sowie zwei LED Par64 Kannen. Außerdem hängten wir an jede Truss noch einen Spot Movinghead, welchen wir als Effektlicht, aber auch als Profiler auf verschieden Positionen nutzen. In einer Szene haben wir damit zum Beispiel einen Untergehenden Mond oder auch eine aufgehende Sonne dargestellt, damit boten sich uns einfach viel mehr Möglichkeiten. An der sechs Meter langen Traverse an der Decke hingen dann noch drei LED Profiler, zwei Wash Movingheads von Expolite und eine 500W Stufenlinse für die Band. Die Wash Movingheads machten es uns möglich, damit unter anderem einen Fluss oder beispielsweise einen Himmel darzustellen. Für eine Szene in der Höhle haben wir in die hochkant stehenden Traversen jeweils unten eine flat-LED reingelegt, die dann die Traversen von unten beleuchtet hat. In einem ganz schwachen „UV“- Licht setzte das die völlige Dunkelheit, die eigentlich in einer Höhle herrscht perfekt in Szene.

Um sich noch mehr Variationen zu schaffen haben wir den ganzen Saal ringsherum noch mit 12 LED Par’s bestückt um auch den Raum und das Publikum ein bisschen mit einzubeziehen. Um alles zu Verkabeln erstellten wir vorher einen Strom – Lastenplan um möglichst alle Phasen gleich und vor allem nicht überzubelasten. Das war sowieso nochmal ein ziemliches hin und her Geschiebe, da wir für alles nur eine 32A und eine 16A Zuleitung hatten. Letzten Endes lies sich leider ein leises Brummen auf den Lautsprechern, das sich natürlich typischerweise erst kurz vor der Veranstaltung bemerkbar machte nicht vermeiden. – Das viel aber gar nicht auf, da es nur rauschte, wenn die band aufgedreht war und sobald die dann spielte verschwand es wieder. Also Insgesamt nicht so schlimm wie es sich anhört.

 

Vom Ton her war die Veranstaltung nicht besonders aufwendig, da die Schauspieler ohne Headsets oder Mikrofonen spielten. Für die Einlassmusik und die Einspielungen während des Stücks nutzten wir einfach die Vorhandene PA-Anlage von Kling&Freitag.

Die Durchführung des Stücks lief relativ glatt, wir hatten uns vorher alle Lichtbilder eingespeichert sodass wir während der show eigentlich nur noch zum richtigen Zeitpunkt einen Knopf drücken mussten. Bedient haben wir das ganze mit der Magicq PC-Wing von Chamsys die mit einer dazugehörigen Software auf dem Laptop arbeitet. Wir hatten insgesamt auch fast ein ganzes Universum voll, sodass eine „Live Bedienung“ quasi unmöglich gewesen wäre. Das einzige Manko an der gesamten Durchführung war, das uns trotz unseres durchdachten Lastenplans (auf jeder Phase war genügend Spielraum; 20%) die Sicherung während einer Szene rausgeflogen ist, zum Glück betraf das nur einen Teil der Scheinwerfer, wodurch wir mit den anderen die Szene „retten“ konnten.

Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass sich das viele im Vorausplanen sehr bewährt hat und sich die Zeitaufwendige Planung und Umsetzung auf alle Fälle gelohnt hat. Die vielen positiven Rückmeldungen waren großartig, – das Stück ist super angekommen.

Auch 2017 wird es wieder ein Weihnachtsstück geben, traditionell am 23.12. um 23 Uhr in der Jugendkirche Luca!

 

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